Vergleich

Oft gibt es – vor allem in Großstädten- mehrere CarSharing-Anbieter.
Jeder CarSharing-Anbieter ist eine Bereicherung für die CarSharing-Branche.
Es ist gut, dass es soviele unterschiedlichen Angebote gibt, weil damit die Wahrscheinlichkeit steigt, dass ein Anbieter in der Nähe ist. Am besten meldet man sich gleich bei allen Anbietern an, die keine Aufnahmegebühr bzw.  keine festen monatlichen Gebühren verlangen. Dazu gehören meist die neuen CarSharing-Angebote der Autokonzerne (Car2go, DriveNow, Spotcar, Multicity, Quicar, Citeecar…).
Hier gibt es je nach Anbieter bei der Anmeldung, bei Jahresgebühren, Fahrzeugauswahl, Zugang zum Auto,  Stationsregelung, Selbstbeteiligung bei Unfällen und bei Auslandfahrten unterschiedliche Regelungen.
Dazu stelle ich hier einige Anbieter vor.

Mitgliedschaft-CarSharinganbieter

Die Kosten der Autonutzung unterscheiden sich  sehr, da beim einen Anbieter für die  Nutzung sowohl Kosten für die gefahren Kilometer als auch für die genutzte Zeit anfallen, beim anderen werden nur Kosten für die genutzte Zeit mit Freikilometern und bei einer anderen Gruppe werden vor allem die Kosten der gefahrenen Kilometer berechnet und dann noch die Kosten für Parkzeiten. Diese verschiedenen Modelle ergeben einen Preis-Dschungel und es ist schwierig die Folgen für die Kosten der Nutzung zu ermitteln.
Die folgende Tabelle soll ein bißchen Licht in diesen Preis-Dschungel bringen.

Preismodelle-CarSharinganbieter

Anhand der Angaben einzelner Anbieter wurden die Kosten der Fahrzeugnutzung  für exemplarische Fahrten errechnet. Bei kleinen Vereinen bzw. Stadtmobil wurden Durchschnittswerte gebildet; wobei viele kleine Vereine noch günstiger sind als in der Tabelle angegeben – siehe dazu die Berechnungen im Anschluss. Damit die Tabelle übersichtlicher wird, wurde auf auf ganze bzw. runde Zahlen aufgerundet oder auch abgerundet.
Die Kosten gelten bei den Vereinen und bei Flinkster für den Tarif Kleinwagen (z.b. Ford Fiesta, Opel Corda, Toyota Yaris); bei Car2go, Spotcar, Quicar, Multicity und Citeecar wurde der Tarif des einzig angebotenen Fahrzeugs für die Berechnung genutzt.

Kostenvergleich-CarSharinganbieter

Wie sieht aber das Angebot der Vereine untereinander aus?
Sind Vereine mit teurer Bordcomputertechnik und mit einem teuren Buchungssystem  automatisch teurer wie Vereine mit mechanischem Tresor?
Sind  Vereine mit mechanischen Tresoren und mit einfachem Buchungssystem (ohne Buchungszentrale, z.b. mit Online-Buchungssystem Elkato) billiger als professionelle Anbieter (z.B. Stadtmobil Karlsruhe) des klassischen CarSharings?
Um diese Frage beantworten zu können, habe ich anhand der Preise für einen Kleinwagen  folgende Tabelle erstellt:
Vergleich-Vereine
*     Bodenseemobil gewährt noch am Ende vom Jahr 10% Rabatt, wenn der Umsatz über
1200 € liegt, und 20% wenn er über 2400 € liegt.
Diese Rabatte sind noch nicht in den Beträgen eingearbeitet.
**  mit dem Sicherheitspaket/Jahr wird die Selbstbeteiligung bei den genannten Anbietern
auf 300 € vermindert.

Oekobil Bamberg e.V. zeigt, dass man auch als Verein mit teuren Borcomputern und mit einem professionellen Buchungsystem (Flinkster) preislich mit den Vereinen mit mechanischen Tresoren mithalten kann.
Wieso ist StadtTeilAuto Freising e.V. und Bodenseemobil e.V. so teuer? Eine mögliche Erklärung liegt im Engagement der beiden Vereine in den umliegenden Kommunen. Durch dieses Engagement tragen diese beiden Vereine wahrscheinlich eine finanzielle Belastung mit schlecht genutzten Autos in den umliegenden Gemeinden; pro Auto ergibt sich dabei schnell ein Verlust von netto 2000 Euro, wenn das Auto nicht mehr als 6.000 km/Jahr gefahren wird.

Kann eine große GmbH mit professioneller Technik, die die Arbeitskräfte bezahlt, preislich mithalten mit Vereinen, die mit mechanischen Tresoren, einfachem Buchungssystem und mit ehrenamtlichen Engagement arbeiten?
Die Zahlen in der Tabelle beweisen:
Stadtmobil Karlsruhe und StadtTeilAuto Münster können mit modernster Technik preislich genauso günstig sein wie die Vereine mit Ehrenamt und mechanischem Tresor und sind sogar preislich günstiger bei Langstrecken.
Wieso ist dies möglich?
Natürlich sind bei professionellen CarSharing-Anbieter die Kosten durch die Technik und die Buchungszentrale dadurch höher; anscheinend gibt es aber durch diese Technik Einsparungen in den Arbeitszeiten, da die Buchungssysteme mit den Buchungszentralen auch noch mehr liefern als nur die Betreuung der Buchungen wie z.B. automatische Erstellung der Rechnung,  verschicken der Rechnungen, automatischer Einzug der Rechnungsbeträge, Verwaltung der Mitgliederdaten, automatische Statistikauswertung, inkl. Schadensmanagment….
Gleichzeitig habe die Mitglieder mit dieser modernen Technik auch noch mehr Service:
– sie müssen kein Fahrtenbuch ausfüllen
– für sie ist die Buchungszentrale ständig erreichbar
– es ist für sie keine Verwechlung der Autos möglich
– es gibt ihnen mehr Sicherheit, dass das Auto am Ort steht,
da von anderen Mitgliedern nicht versehentlich ein anderes Auto benutzt wird
– weil nur der, der das Auto gebucht hat,  das Auto öffnen und fahren kann
– weil sie gleich nach der Fahrt  die Abrechnung per Internet abfragen können
– weil sie einfach und unkompliziert  andere Autos in über 200 Städten in Deutschland,
in  der Schweiz, in Holland und in Italien selbständig buchen und nutzen können

Auch der Vorstand hat dadurch Vorteile:
– Autos können nicht ohne Buchung entwendet werden; so vermisste ein Verein mit
mechanischen Tresoren 7 Tage lang ein Auto, ohne dass eine Buchung vorlag
– es erfolgt eine schnelle einfach Abrechnung
– weniger Verwaltungsaufwand
– 15% der Fahrten durch auswärtige Nutzer- dies zeigen die Erfahrungen einzelner Vereine
– dadurch erreichen die Autos  schneller eine volle Auslastung

 

3 Gedanken zu “Vergleich

  1. Toller Beitrag und eine gelungene Übersicht. Ein Fazit wäre noch toll und eine genauere Auflistung der letzten Tabelle was als „realistisch“ genau zu verstehen gilt. Achja und Mercedes wird mit c nicht z geschrieben 😉
    Lg

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    1. Hallo Wilma,
      was heißt hier eine Bewertung der Flotte?
      Was heißt hier sehr teuer: die teuren CSO sind nicht teurer oder auch noch billiger als das CarSharing der Autokonzerne.
      Die Preise gelten alle für einen Kleinwagen bei den Vereinen; muss ich noch dahinterschreiben.
      Das CarSharing der Autokonzerne wächst wie eine „Rakete“.
      4 Euro für eine Stadtfahrt (1 h Fahrt, inkl. 5 km, inkl. Sprit, inkl. Versicherung) zum Einkauf empfinden alle, die ich bis jetzt fragte als sehr günstig. Es ist also nicht abschreckend.
      Natürlich ist 2,50 Euro günstiger, aber wenn die 4 Euro auch nicht abschrecken, wieso dann nicht mit dem Bordcomputersystem dafür sorgen, dass das Mitglied einen besseren Service erhält?
      Wieso mehr Service:
      – kein Fahrtenbuch ausfüllen
      – Buchungszentrale ständig erreichbar
      – keine Verwechlung der Autos möglich
      – mehr Sicherheit, dass das Auto am Ort steht, da nicht versehentlich ein anderes Auto benutzt wird
      – nur der, der das Auto gebucht hat, kann das Auto öffnen und fahren
      – gleich nach der Fahrt kann ich die Abrechnung per Internet abfragen
      – einfache und unkomplizierte Nutzung von anderen Autos in über 200 Städten in Deutschland, in der Schweiz, in Holland und in Italien

      Vorteil für den Verein: Autos können nicht ohne Buchung entwendet werden, schnelle einfach Abrechnung, weniger Verwaltungsaufwand, 15% der Fahrten durch auswärtige Nutzer, Autos erreichen damit schneller eine volle Auslastung………

      Fazit: Billig heißt nicht besser.

      Schöne Grüße
      Hans

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