Elektro-CarSharing

Elektromobilität  x  Ökostrom  x  CarSharing  =  nachhaltige Mobilität

Michael Ziesak, Bundesvorsitzender des VCD, erklärt: „Wer Carsharing fördert, der puscht auch Elektromobilität.” Siehe Pressemitteilung des VCD: www.vcd.org/pressemitteilungen

Die Elektromobilität entwickelt nur  in Verbindung mit Ökostrom und mit CarSharing seinen größten  Beitrag zum Klimaschutz. Damit werden auch die wertvollen Ölvorräte  und alle Urwälder geschont, die  für nachwachsende Rohstoffe gefällt werden.

Die meisten E-Autos in Deutschland sind als CarSharingauto unterwegs; das ist sinnvoll, denn durch CarSharing steht diese teure Anschaffung vielen Nutzern zur Verfügung und wird auch dadurch stärker genutzt: nur wenn viele Personen sich so ein teures Auto teilen, dann rentiert sich das E-Auto auch.
Siehe dazu den Film E-Autos mit Multicity-CarSharing in Berlin und andere Anbieter für E-CarSharing
Bei den Elektro-CarSharingautos zeigt die Erfahrung, dass diese E-Autos weniger genutzt werden wie andere CarSharingautos mit Benzinermotor. Als Grund dafür wird die „Reichweitenangst“ der Nutzer genannt.
Siehe dazu den Link:
Verzahnt gegen die Reichweitenangst.

Die Anschaffung eines Elekroautos ist sehr teuer, da es circa 10.000 € mehr kostet als ein vergleichbares Auto mit Verbrennungsmotor. Außerdem liegt das Problem des Elektroautos in der noch nicht ausgereiften Batterietechnick und der damit verbundenen kurzen Reichweite (- 150 km/Batterieladung). Die Gefahr der kurzen Reichweite erzeugt eine „Reichweitenangst“. Deshalb lahmt auch so der Absatz der Elektroautos und diese „Reichweitenangst“ führt auch dazu, dass ein Elektro-CarSharingauto pro Jahr in den meisten Fällen nur 5.000 km fährt. Das ist zu wenig, damit es sich auch als CarSharingauto rentiert. Deshalb werden auch fast alle Elektro-CarSharingautos mitfinanziert mit den normalen CarSharingautos mit Verbrennungsmotor. Eine Umfrage bei den CarSharingmitgliedern bei StadtTeilAuto Freising hat ergeben, dass die Mitglieder keine erhöhten Preise für ein Elektroauto akzeptieren würden.

Mit Carsharing ist es möglich, dass diese Elektro-Autos mehrfach am Tag genutzt werden und damit sich  eher refinanzieren.
Eine typische Strecke einer Carsharingnutzung beträgt 25 km pro Fahrt. Ein CarSharing-Auto wird  3-5x am Tag genutzt. Wenn ein teures E-Auto wieder nur in Besitz und damit der Nutzung von einer Person ist, dann fährt es häufig nur 1x am Tag und damit ist die Investition für ein Elektro-Auto „rausgeschmiessenes Geld“.

Was macht ein Besitzer eines Elektroautos, wenn er von München nach Rom in Urlaub fahren will? Er kann sich Zeit lassen bei der Anreise/Heimreise, mit 100 kmh hinter einem Laster im Windschatten herschleichen  und alle 60 – 80 km Strom tanken, falls er rechtzeitig eine Strom-Tankstelle findet (Hilfe: Reichweitenangst).
Oder er nutzt für solche Strecken die Autovermietung oder eben CarSharing.
Für zu Hause nutzt er das Elektro-CarSharingauto oder sein privates Elektro-Auto und für die Urlaubsreise nutzt er das CarSharing-Auto mit Verbrennungsmotor.
Oder noch besser: er fährt mit dem Zug nach Rom und nutzt dort vor Ort für Fahrten ins Hinterland das Elektro-CarSharingauto in Rom.

Und damit sind wir bei der Verzahnung von öffentlicher und individueller  Mobilität (intermodale Verkehrskonzepte = verneztes Reisen). Der Reiseplan stützt sich dabei nicht auf ein einziges Fahrzeug, nicht einmal auf ein einziges Verkehrsmittel. Sondern auf den optimalen Mix aus Privat- oder (elektrischem) CarSharingauto, Tram, Eisenbahn, zu Fuss oder mit dem BikeSharing. Solche Modelle ermöglichen umweltschonendes und zugleich wirtschaftliches Reisen – und im Falle des Elektrofahrzeugs: Verreisen ohne Reichweitenangst, denn das Elektromobil muss ja nicht die ganze Strecke alleine ran.

Betriebswirtschaftliche Überlegungen zu Kauf eines Elektrautos.
Querfinanzierung eines Elektroautos durch 5 andere Benzin-/Dieselautos.
So ein Auto wie der Zoe kostet uns beim Kauf 21.000 Euro (als 3 Türer, Klima??); Klimanalage ist nicht zu empfehlen, da damit die Reichweite sinkt!!!
Der Preis des ZOE beginnt bei 20.600 Euro. Hinzu kommt allerdings noch die Batterie-Miete, denn im Kaufpreis ist diese noch nicht enthalten sondern muss von Renault gemietet werden. Dazu fällt abhängig von Laufzeit und jährlicher Laufleistung eine Miete ab 79 Euro pro Monat an. Bei 12.500 Kilometer pro Jahr und 36 Monaten Laufzeit beträgt diese 79 Euro pro Monat. Maximal sind für 20.000 km im Jahr und 12 Monate Vertragsdauer 102 Euro pro Monat fällig.
Wenn wir den Zoe kaufen, dann müssen wir in den nächsten 4 Jahren der Nutzung pro Jahr noch 960 Euro Batteriemiete zahlen; das dürfte ungefähr den Kraftstoffpreisen für einen Kleinwagen pro Jahr entsprechen.
In Sachen Wartungskosten können Elektroautos punkten. Wie die Fachzeitschrift „auto motor und sport“ berichtet können einer Studie der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nütringen-Geislingen zufolge die Werkstattkosten um bis zu 35 Prozent geringer ausfallen als bei Autos mit Verbrennungsmotor. Für Reparatur und Wartung eines Pkw, der pro Jahr rund 8.000 Kilometer fährt, berechneten die Experten Kosten in Höhe von rund 3.650 Euro. Bei Elektroautos waren es nur 2.350 Euro.
Ein Grund für die geringer ausfallenden Werkstattkosten sind nach Ansicht der Experten fehlende Verschleißteile wie zum Beispiel Auspuffanlagen und Kupplungen. Zudem haben Elektroautos einen geringeren Bremsverschleiß und brauchen keinen Ölwechsel.

Ich bezweifle sehr diese Angaben:3.650 Euro. Bei Elektroautos waren es nur 2.350 Euro. Dies trifft nicht für einen Kleinwagen zu!! Pro Jahr hat man nie so große Kosten, nicht einmal bei 15.000 km/Jahr.

Jährliche Kosten eines Elektroautos bzw. Yaris-Benzin-Autos als Carsharingauto:
da ein Elektroauto nicht weite Strecken fahren kann und durch Ladezeiten blockiert ist, gehe ich nur von einer jährlichen Fahrleistung von 8000 km aus (im Gegensatz zu Benzinauto; 16.000km). Durch die geringere Fahrleistung/Jahr kommt es zu circa 2500 Euro weniger Einnahmen.
Kostenvergleich-Elektro-Benzinmotor

Gesamte ungedeckte Kosten beim Zoe-Elektro ohne Ladesäule: netto 3770 = brutto 4500 Euro. Wenn man die Ladesäule inkl. Verlegung der Stromleitungen mit  netto 15.000 Euro ansetzt und von einer 10 jährigen Abschreibung ausgeht, dann kommen noch einmal pro Jahr 1.500 € Mehrkosten dazu.
Gesamtkosten: 4500 € + 1500 € = 6.000 €
Da unsere Mitglieder in Freising für E-Mobilität nicht mehr Geld zahlen wollen, müssen diese Mehrkosten durch die anderen 15 Autos abgedeckt werden (=mitfinanzieren)
15 Autos sollen ein Elektroauto mitfinanzieren: Fahrleistung der 15 Autos 240000 km/Jahr
Kosten die pro km damit anfallen: 6.000 € / 240.000 km = 2,5  Cent/km

Man kann davon ausgehen, dass ein Elektroauto nicht auf 15.000 km/Jahr kommt, da er oft nicht gefahren werden kann, da er geladen werden muss, und weil er nur Kurzstrecken (oneWay bis 50 km) gefahren werden kann. Durch die geringere Streckenleistung/Jahr entstehen circa2500 Euro Verlust, wenn man das Elektroauto zum Preis eines normalen Kleinwagens anbietet.

Unsere Mitglieder haben mit klarer Mehrheit (70%) bestätigt, dass sie keine höheren Preise akzeptieren würden für ein Elektroauto. Pro Jahr entstehen  beim Zoe 1220 € Mehrkosten +2500 Mindereinahmen; das ergibt netto 2200 Euro Mehrkosten/Jahr .

Wenn man nur ein Elektroauto betreibt , dann können 15 andere Benzin-CarSharingautos mit einer Preiserhöhung von circa 2,5 Cent/km  dieses Elektroauto mitfinanzieren.

Anbieter von Ladesäulen: http://www.thenewmotion.de, http://www.ebg-luenen.de, http://www.belectric-drive.com
Ladedauer ohne Schnellversion:
von 0-100% Dauer 6 h, 3,7 KW/h Ladesleistung reichen für 35 km
11 KW/h Ladeleistung reichen für 105 km/h laden
22 KW/h Ladeleistung reichen für 210 km/h laden
Ladedauer derBatterie von 20% auf 80% der Speicherkapazität: Dauer der Ladezeit: 1-2 h
Citroen Zoe ist ein  Elektro-Auto mit  integriertem Ladesystem „Chameleon Charger“; er sorgt für Schnellladung!,
Eine Wärmepumpe für die Klimaanlage entlastet Batterie!
Installation mit einer Ladesäule Kabelanschluss: circa netto 15.000 Euro
Ladesäulen mit Energiespeicher, der für extrem schnelles Laden sorgen soll: 100.000 Euro laut Angaben von Badenova (Energievesorger Freiburg)

Anbieter von Elektro-CarSharingautos inkl. Ladesäule
Die zwei folgenden Firmen stellen der Gemeinde/Firma ein E-CarSharingauto inkl. Ladesäule zur Verfügung.
Zu folgenden Bedingungen: pro Jahr betragen die Leasingkosten für das Auto zwischen netto 6.000 – 6.500 Euro
Die Ladesäule kostet bei geringer Abnahme 15.000 Euro; die Anschlußkosten vor Ort übernimmt die Gemeinde/Firma.
Die Einnahmen durch die Nutzung fließen an die Gemeinde/Firma; manchmal werden noch 25% von den Einnahmen für die Verbrauchskosten erhoben.
www.e-wald.eu
www.my-e-car.de

Links:
Handbuch Praxisleitfaden für Elektromobilität
Verzahnt gegen die Reichweitenangst.
E-CarSharing-Anbieter in Großstädten
Anleitung von Cambio für Elektro-CarSharing
Anleitung von StadtTeilAuto Osnabrück für Elektro-CarSharing
Greenpeace: Sind Elektroauto wirklich umweltfreundlicher?
Branchendienst für Elektromobilität: www.elektrive.net inkl. Messen etc.
Projekt Shared-E-Fleet: www.shared-e-fleet.de
Elektroauto-news: www.elektroauto-news.net
Multicity-CarSharing in Berlin und andere Anbieter für E-CarSharing
http://www.greenemotion-project.eu,
http://www.forum-elektromobilitaet.de ,
http://www.mein-elektroauto.com,
www.ec2go eCarsharing.de,
http://www.emobility-tv.com,
www.green-motors.de
Youtube: Grundlagenwissen Elektromobilität

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