Wirtschaftlichkeit

So ein Auto wie der Zoe kostet beim Kauf 21.000 Euro; derzeit gibt es schon Tageszulassungen für 17.000 Euro.
Der Preis des ZOE beginnt bei 20.600 Euro. Hinzu kommt allerdings noch die Batterie-Miete, denn im Kaufpreis ist diese noch nicht enthalten sondern muss von Renault gemietet werden. Dazu fällt abhängig von Laufzeit und jährlicher Laufleistung eine Miete ab 79 Euro pro Monat an. Bei 12.500 Kilometer pro Jahr und 36 Monaten Laufzeit beträgt diese 79 Euro pro Monat. Maximal sind für 20.000 km im Jahr und 12 Monate Vertragsdauer 102 Euro pro Monat fällig.
Wenn wir den Zoe kaufen, dann müssen wir in den nächsten 4 Jahren der Nutzung pro Jahr noch 960 Euro Batteriemiete zahlen; das dürfte ungefähr den Kraftstoffpreisen für einen Kleinwagen pro Jahr entsprechen.
In Sachen Wartungskosten können Elektroautos punkten. Wie die Fachzeitschrift „auto motor und sport“ berichtet können einer Studie der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nütringen-Geislingen zufolge die Werkstattkosten um bis zu 35 Prozent geringer ausfallen als bei Autos mit Verbrennungsmotor. Für Reparatur und Wartung eines Pkw, der pro Jahr rund 8.000 Kilometer fährt, berechneten die Experten Kosten in Höhe von rund 3.650 Euro. Bei Elektroautos waren es nur 2.350 Euro.
Ein Grund für die geringer ausfallenden Werkstattkosten sind nach Ansicht der Experten fehlende Verschleißteile wie zum Beispiel Auspuffanlagen und Kupplungen. Zudem haben Elektroautos einen geringeren Bremsverschleiß und brauchen keinen Ölwechsel.

Ich bezweifle sehr diese Angaben:3.650 Euro. Bei Elektroautos waren es nur 2.350 Euro. Dies trifft nicht für einen Kleinwagen zu!! Pro Jahr hat man nie so große Kosten, nicht einmal bei 15.000 km/Jahr.

Jährliche Kosten eines Elektroautos bzw. Yaris-Benzin-Autos als Carsharingauto:
da ein Elektroauto nicht weite Strecken fahren kann und durch Ladezeiten blockiert ist, gehe ich nur von einer jährlichen Fahrleistung von 8000 km aus (im Gegensatz zu Benzinauto; 16.000km). Durch die geringere Fahrleistung/Jahr kommt es zu circa 2500 Euro weniger Einnahmen.
Kostenvergleich-Elektro-Benzinmotor

Gesamte ungedeckte Kosten beim Zoe-Elektro ohne Ladesäule: netto 3770 = brutto 4500 Euro. Wenn man die Ladesäule inkl. Verlegung der Stromleitungen mit  netto 15.000 Euro ansetzt und von einer 10 jährigen Abschreibung ausgeht, dann kommen noch einmal pro Jahr 1.500 € Mehrkosten dazu.
Gesamtkosten: 4500 € + 1500 € = 6.000 €
Da unsere Mitglieder in Freising für E-Mobilität nicht mehr Geld zahlen wollen, müssen diese Mehrkosten durch die anderen 15 Autos abgedeckt werden (=mitfinanzieren)
15 Autos sollen ein Elektroauto mitfinanzieren: Fahrleistung der 15 Autos 240000 km/Jahr
Kosten die pro km damit anfallen: 6.000 € / 240.000 km = 2,5  Cent/km

Man kann davon ausgehen, dass ein Elektroauto nicht auf 15.000 km/Jahr kommt, da er oft nicht gefahren werden kann, da er geladen werden muss, und weil er nur Kurzstrecken (oneWay bis 50 km) gefahren werden kann. Durch die geringere Streckenleistung/Jahr entstehen circa2500 Euro Verlust, wenn man das Elektroauto zum Preis eines normalen Kleinwagens anbietet.

Unsere Mitglieder haben mit klarer Mehrheit (70%) bestätigt, dass sie keine höheren Preise akzeptieren würden für ein Elektroauto. Pro Jahr entstehen  beim Zoe 1220 € Mehrkosten +2500 Mindereinahmen; das ergibt netto 2200 Euro Mehrkosten/Jahr .

Wenn man nur ein Elektroauto betreibt , dann können 15 andere Benzin-CarSharingautos mit einer Preiserhöhung von circa 2,5 Cent/km  dieses Elektroauto mitfinanzieren.
Der Bundesverband meldet derzeit, dass CarSharinganbieter, die nur E-Autos im Fuhrpark haben, derzeit nur mit staatlicher Förderung überleben können. Siehe:www.welt.de/E-Autos-im-Carsharing