A) Definition Nachhaltigkeit

Was ist Nachhaltigkeit?

Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet also: Wir müssen unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben.
Siehe deutscher BNE-Papst Gerd de Haan: Rat für Nachhaltigkeit

Der Begriff Nachhaltigkeit ist nicht mehr aktuell.
Resilienz wird ab jetzt gepredigt.
Der Begriff Resilienz taucht seit Juni 2014 auf.
„Nachhaltige Entwicklung ist nicht möglich, ich bevorzuge den Begriff Resilienz, weil er uns realistische Ziele angeben kann.“ Mit diesem Statement überrascht Nachhaltigkeits-Pionier Dennis Meadows („Die Grenzen des Wachstums“) – Juni 2014, BNE Jahrbuch.
Angesichts der fortschreitenden nicht-nachhaltigen Entwicklung im Weltmaßstab, gibt es seit der Konferenz 2014 in Wien die neue Strategie der Resilienz, also der Fähigkeit auch in schwierigen Situationen (zum Beispiel bei Krisen, Zusammenbrüchen) handlungsfähig zu bleiben beziehungsweise schnell wieder Tritt zu fassen, dürften die Strategien der Nachhaltigkeit auf längere Sicht möglicherweise komplett ablösen.
Siehe Nachhaltigkeits-Pionier Dennis Meadows: Die Grenzen des Wachstums

Geht es darum, endliche Ressourcen nachhaltig zu verwalten und zu verteilen, dann erzählen Planer, Politiker und Ökonomen gerne die alte Geschichte von der „Tragik der Allmende“, die der amerikanische Mikrobiologe und Ökologe Garrett Hardin 1968 in seinem berühmten, folgenreichen Essay „The Tragedy of the Commons“ zum allgemeinen Gesetz erhob.  Allmende sind Gemeinschaftsgüter (Gemeingüter)  wie  Dorfwiese, See und Wald, die alle Bauern einer Gemeinde nutzen dürfen. Heute zählt dazu auch die Versorgung der Bürger mit Wasser, Strom und Bildung.
Geht es um nachhaltige Ressourcenverwaltung, wird gerne die „Tragik der Allmende“ ins Feld geführt: Eigennutz führe zur Übernutzung von Gemeingü­tern (Meere werden überfischt, Wälder abgeholzt, Weideland verödet, Böden verseucht). Die Nobelpreisträgerin Ostrom hat gezeigt, dass es auch anders geht. Die Preisträgerin habe erkannt, verkündete das Nobelkomitee, dass Menschen „häufig raffinierte Mechanismen“ der Entscheidungsfindung und Regeldurchsetzung erfunden hätten, um „drohende Interessenkonflikte“ im Umgang mit Gemeingütern zu entschärfen, jenseits von Staat und Markt. Menschen  sind sehr wohl imstande , miteinander zu kooperieren und Ressourcen dauerhaft (nachhaltig) zu schonen.
Ein Versuch der kalifornischen Stadt Sacramento zeigt wie dies funktionieren kann. Dort verschickte der lokale Energieerzeuger Informationen an alle Haushalte, wie sich ihr Energieverbrauch im Vergleich zu effizienten Verbrauchern in der Nähe oder zu dem aller Nachbarn darstellt. Schon die einfache Rückmeldung über das eigene Verhalten in Relation zu den Nachbarn motivierte Bürger zum Energiesparen. Die meisten Haushalte verringerten ihren Verbrauch. Bevor sie warten und auf globale, rechtlich bindende Patentlösungen hoffen, sollten Menschen und Institutionen laut Ostrom lieber an vielen Orten mit kleinen Experimenten für den Klimaschutz starten. „Ein stärkeres Engagement Wege zu finden, wie individuelle Emissionen reduziert werden könnten, ist ein wichtiges Element, um den Klimawandel besser zu bewältigen.“ Oder, um noch einmal das Nobelpreis-Komitee zu zitieren: Die Zukunft des Menschen gehört der „Organisation von Kooperation“.  (www.bpb.de)

Weitere Links:
Lexikon zur Nachhaltigkeit                          Facebook: Lexikon der Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeitsnetzwerk
Nobelpreisträgerin Ostrom
Virtuelle Akademie für Nachhaltigkeit

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