C) Konzept für eine nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum

In kleinen Kommunen am Rande eines Landkreises gibt es oft nur einen ÖPNV, der nur 2-3x am Tag fährt; mit den Elementen des Mikro-ÖPNV (Bürgerauto, Bürgerbus, Bürgertaxi, Mitfahrgelegenheiten über Flinc-App….) kann dieses geringe ÖPNV-Angebot (Linienbus, Anrufsammeltaxi, Rufbus) ergänzt werden

Ausbau_ÖPNV_MikroElemente

Diese Elemente sind schon in vielen kleinen Kommunen in Bayern umgesetzt.
Der demografische Wandel und auch die Abwanderung in die Städte führt immer mehr dazu, dass der bestehende ÖPNV immer weniger bezahlbar wird und vielleicht bald ganz abgeschafft werden muss.

Manche kleine Kommunen in Randgebieten von Oberzentren  werden oft nur dreimal pro Tag von einem ÖPNV-Bus angefahren; ein Linienverkehr am Abend nach 18:00 Uhr ist meist nicht vorhanden. Manche Kleingemeinden sind ganz ohne ÖPNV oder werden nur 1 x pro Tag morgens und mittags mit dem Schulbus angefahren. Damit ist die Bevölkerung auf dem Land auf ein eigenes Auto angewiesen; dies erhöht das Verkehrsaufkommen in den Oberzentren, da die Landbevölkerung mit dem Auto anreisen muß.  Hier kann der Mikro-ÖPNV (Bürgerbus, Bürgertaxi, Flinc-Mitfahrmöglichkeit…..) helfen, um auch für diese Kleingemeinden mehrmals täglich ein ÖPNV-Angebot aufzubauen und den Verkehr auf der Straße zu reduzieren. Dazu ist oft auch ehrenamtliches Engagment nötig.
Da mir das Wort Mikro-ÖPNV zu verniedlichend ist und ich dieser Mobilität mehr Bedeutung zuspreche, verwende ich auch das Wort Mini-ÖPNV.

Folie-Ausbau-ÖPNV_Mini-ÖPNV

Der Mini-ÖPNV sorgt nicht nur dafür, dass der vorhandene ÖPNV (z.B. 3x/Tag) zwischen dem Oberzentrum und der Kommune erweitert wird, sondern dass auch Klein-Kommunen, die bis jetzt überhaupt keinen Anschluß an den ÖPNV hatten, mehrmals täglich (z.B. 6x/Tag) angefahren werden.

Die Schlüssel des Erfolgs bei der Umsetzung der Mikro-ÖPNV-Elemente sind:

Schlüssel-für-Erfolg

Ein wesentlicher Punkt für die Akzeptanz und für den Erfolg von den Mikro-ÖPNV-Elementen ist die Zuverlässigkeit: das Angebot soll auch bestehen in Fahrten am Abend bis 23 Uhr. Hier können auch im Notfall Fahrten mit dem Taxi aushelfen, falls sich kein ehrenamtlicher Fahrer findet. Die Bürger müssen merken, dass auf alle Fälle immer ein Angebot besteht, natürlich zu festen Zeiten: z.B. abends in die Stadt (-z.B. fürs Kino) um 19:00 Uhr , Rückfahrt um 21 und 22 Uhr.
Die Kosten für diese Fahrten werden abgedeckt durch einen Tarif (z.B. 1,50 Euro/Fahrt), durch einen Zuschuss vom ÖPNV, Zuschuss vom Land, Kommunen, Landkreis. Sinnvoll ist es auch, dass für einen Nutzer mit einem ÖPNV-Jahresabo diese Fahrten mit dem Mini-ÖPNV enthalten sind.

Wichtig ist dabei auch, dass ein  Abholen von der Haustüre und eine Heimreise bis zur Haustür angeboten wird, mit einem Aufpreis zum bestehenden Tarif.
Nur damit ergibt sich eine echte Alternative zum eigenen Auto.
Ein wesentlicher Faktor für das Gelingen ist auch die Unterstützung durch die Kommune. Damit wird die Akzeptanz durch die Bevölkerung und auch die Bekanntheit bei der Bevölkerung gesteigert.
Folgende Mittel kann die Gemeinde dafür verwenden: Webseite der Kommune, Infoschreiben an die Bürger, Einweihungsfest, Unterstützung der ehrenamtlichen Fahrer, Bezahlung der Ausbildung der ehrenamtlichen Fahrer, Versicherung der ehrenamtlichen Fahrer über die Gemeinde, einmal jährlich eine Bewirtung der ehrenamtlichen Fahrer, Kauf des Bürgerbuses, Antrag auf Förderung durch das Land/Leader/ILE/Land Bayern stellen, für die Integration des Mini-ÖPNV in das bestehende ÖPNV-Systems sorgen.

 

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