Einführung

„Ein mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut verzahntes CarSharing funktioniert, wenn es möglichst im gesamten Stadtgebiet Umsteigemöglichkeiten auf den ÖPNV gibt. Deshalb unterstützen wir CarSharing mit Stellplätzen an unseren Park-and-Ride-Plätzen am Bahnhof und am Heinrichsdamm sowie am alten Hallenbad.“
Peter Scheuenstuhl, Leiter Verkehrsbetrieb, Stadtwerke Bamberg

Herr Peter Scheuenstuhl hat  erkannt, dass sich CarSharing und Öffentlicher Nahverkehr ergänzen.
Viele CarSharingvereine bieten seit vielen Jahren eine Ermäßigung für MVV-Aboinhaber an; dies machen sie, weil die CarSharer früh den gegenseitigen Nutzen (Win-Win-Situation) erkannt haben.

Eine internetgestützte Befragung bei Carsharingmitgliedern im MVV-Gebiet erbrachte unter anderem die Erkenntnis, dass CarSharing  in den MVV-Landkreisen zu erhöhter ÖPNV-Kundenbindung führt. Die Nachfrage nach MVV-Abo-Zeitkarten und MVV-IsarCardJob-Tickets steigt um 48 %.
Mehr Infos dazu finden Sie unter der MVV-CarSharing_Studie2012.
Siehe dazu auch : ÖPNV und CarSharing-Artikel in Mobilaro

Mit zunehmender Abwanderung und Alterung der Bevölkerung im entlegenen ländlichen Raum werden sich in Zukunft nur jene Dörfer stabilisieren, in denen eine aktive Bürgerschaft für attraktive Lebensbedingungen sorgt. Die größten Probleme werden sein die Versorgung der Bevölkerung, Erhaltung der Arbeitsplätze, die Mobilität der alten Menschen und das Angebot  des  ÖPNV. Für den ländlichen Raum wird eine bezahlbare Mobilität für Haushalte (z.B. für soziale Teilhabe) nötig. Hier kann CarSharing mit ehrenamtlichen Fahrern eine Lösung sein. Hier bietet das Handbuch für Umwelt- und familienfreundliche Mobilität im ländlichen Raum sehr gute Lösungen (Bürgerbus, Bürgertaxi…).
Siehe dazu: Handbuch Umwelt- und familienfreundliche Mobilität in ländlichen Regionen).

CarSharer verzichten auf das Privatauto und nutzen damit auch mehr das Fahrrad und den ÖPNV oder gehen auch mehr zu Fuß.
Wieso sollte ein CarSharer mehr mit dem ÖPNV unterwegs sein als vorher, als er noch ein eigenes Privatauto hatte?
Das CarSharingauto steht nicht direkt vor der Haustür (z.B. 300 m entfernt) und man muss für eine Fahrt erst bei der Buchungszentrale anrufen. Bevor man also für eine Kurzstreckenfahrt in die Stadt sich die Mühe macht, sich ein CarSharingauto zu buchen, schwingt man sich lieber aufs Fahrrad oder geht zu Fuss. Ein CarSharer fährt dadurch im Stadtgebiet deutlich weniger Kurzstrecken bis 5 km; diese Kurzstrecken bei kaltem Motor verbrauchen besonders viel Sprit (11 Liter/100 km) und schaden dem Motor.

CarSharing und BikeSharing ist in Greifswald in ein Projekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik. Die Koordination der Durchführung liegt bei den Stadtwerken Greifswald.
Verantwortlich  für die Nationale Stadtentwicklungspolitik  ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB).
Zur Umsetzung des Projekts in Greifswald gibt es die Webseite “Soziale-Stadt-mobil-gemacht”.
In Greifswald wurde dazu eine  Befragung der
Mobilitätsbedürfnisse der Bürger durchgeführt.
Im Mittelpunkt der Umsetzung stehen MobilitätsStationen. Eine MobilitätsStation vereinigt mehrere Verkehrsdienstleistungen (Bahn, Bus, Taxi, CarSharing, BikeSharing) zentral an einem Ort. Dadurch wird ein Umstieg zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln erleichtert.
Am Banhof in Greifswald wird dazu eine zentrale Fahrradstation geplant mit Werkstatt.  Link zur Präsentation:  Radstation_Bahnhof_Greifswald_Praesentation_18112011.pdf

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