Buchungssystem

Wenn ein Verein mit CarSharing beginnt, dann wird meist mit einem Auto angefangen.
A) Ohne Buchungszentrale mit handschriftlichen Buchungskalender (bzw. Google-kalender)
Die einfachste und billigste Version für den Anfang ist ein Buchunssystem ohne eine Buchungszentrale (Personalkosten!). Wenn es noch wenig Mitglieder sind, kann man sich selber über den Google-Calendar ein Fahrtenbuch einrichten oder einfach die Buchungen in einen Kalender per Hand schriftlich eintragen. Dies geht noch bei einem Auto. Hier muss man eine Lösung finden, welches Mitglied den Buchungskalender führt und  jederzeit angerufen werden kann oder jeder hat Zugang zum Google-Buchungskalender

B) handschriftliche geführter Buchungskalender mit lokaler Zentrale
Eine Möglichkeit besteht in einem handschriftlich geführten Buchungskalender, bei dem vor Ort von einer dafür bezahlten Zentrale (z.B. Taxizentrale, Tankstelle, Hotelrezeption…) die Buchungen telefonisch entgegen genommen werden. Der Zugang zum Auto erfolgt auch hier über einen mechanischen Tresor.

C)  Elektronisches Buchungssystem ohne Buchungszentrale
Beim günstigen Vaterstettener Buchungssystem (Elkato) erfolgen die Buchungen per Internet.  Bei diesem Buchungssystem wird keine Telefonzentrale angeboten. Wer keinen Zugang zum Internet hat muss ein anderes Mitglied anrufen. Auch hier kann man selber vor Ort sich eine Telefonzentrale (Taxizentrale, Tankstelle, Hotelrezeption….) suchen.  Der Zugang zum Auto erfolgt über einen mechanischen Tresor
Elkato bedeutet = Eine Lösung für Kleine Auto-Teiler-Organisationen.
Dieses System eignet sich bis circa 20 Auto.
Die jährlichen Kosten betragen – unabhängig von der Anzahl der Autos-  60 Euro/Jahr.
Auch mit diesem System ist man nicht automatisch vernetzt mit anderen Organisationen in Deutschland, Schweiz, Italien…

D) Elektronisches Buchungssystem  mit Buchungszentrale (Telefon, Internet)
Buchungsprogrammanbieter wie z.B. Cambio, Flinkster, Greenwheels, Catamen, Caruso.
Der Zugang zu den Autos erfolgt über Bordcomputer oder elektronischen Tresor (Keymanager), er kann aber auch über  einen  mechanischen Tresor erfolgen. So hat der Freisinger Verein über 5 Jahre parallel in der Übergangszeit mit mechanischem Tresor und Bordcomputer gearbeitet.
Die Buchungsdaten werden über Handyfunk ans Auto übertragen.
Die Telefonzentrale  wird vom Anbieter mitgeliefert und ist tag und nacht erreichbar.
Die Buchungen sind übers Internet und Telefon möglich.
Die Jährlichen Kosten (Leasing des Bordcomputers, Telefonzentrale…) betragen  pro Auto bis zu 1200 €/Jahr. In den Leistungen enthalten sind auch die Rechnungstellung, Geld einziehen, Rechnungsversand, Schufaprüfung, Chipkarten, Schadensmanagment, Statistikauswertung, Mitgliederverwaltung, Verschicken von Rundbriefen.
Am Anfang muss man die Lizenz für das System erwerben (bis zu 5.000 Euro !)
Man ist damit auch automatisch vernetzt mit anderen Organisationen, die dieses Buchungssystem nutzen z.B. vernetzt mit Organisationen in Deutschland, Italien, Holland, Schweiz, Österreich.
Die eigenen Mitglieder können die Autos in diesen Ländern nutzen, umgekehrt werden auch die eigenen Autos von Touristen oder Geschäftsreisenden aus diesen Ländern genutzt. Beim Verein StadtTeilAuto Freising sind so 10% der Fahrten von Nutzern anderer CarSharingorganisationen.
Viele Vereine scheuen es mit so einem modernen teuren Buchungssystem zu arbeiten, weil sie denken, damit zu teuer zu werden. Dies muss nicht sein, da es sich zeigt, dass man auch damit genauso billig sein kann wie Vereine mit einfacher Ausrüstung (mechanischer Tresor)
Siehe folgende Seite: Tarife/einnahmen-vergleich/

E) Das „Anhängsel“  eines anderen CarSharingvereins sein.
Eine Privatperson möchte sein Auto in seinem Ort für CarSharing anbieten oder ein kleiner Verein möchte sein erstes Auto über ein größeren CarSharingverein anbieten (= kooperieren). Der kleine Verein  oder die Privatperson spart sich damit die einmalige Lizenz (bis zu 5.000 Euro) beim teuren Buchungssystem, muss aber die Preisstruktur des  größeren CarSharingvereins übernehmen. Diese Beispiel ist in mindestens einem Fall in Bayern verwirklicht. Der kleine Verein oder die Einzelperson hat den Vorteil von Anfang an günstig an einem vernetzten CarSharing beteiligt zu sein.

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